Wer Holz nutzt, fördert die lokale, nachhaltige Waldbewirtschaftung

Die nachhaltige Pflege und Nutzung des Waldes hat in der Schweiz eine lange Tradition. Seit über hundert Jahren schreibt das Waldgesetz vor, dass nur so viel Holz geerntet werden darf, wie auch nachwächst. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ist Holz aus der Schweiz also zu 100% erneuerbar. Mehr noch: die Fläche des  Schweizer Waldes nimmt zu – jährlich um ca. die Fläche des Thunersees . Ohne den Wald zu übernutzen, könnte die Holzernte von heute 5 Mio. m3 Holz auf 7-8 Mio m3 Holz gesteigert werden.

Der Schweizer Wald nimmt an Fläche jedes Jahr um etwa die Fläche des Thunersees zu.
Die Fläche des Schweizer Waldes nimmt zu – jährlich um ca. die Fläche des Thunersees

Bäume fällen oder nicht?

Der Wald erfüllt gleich mehrere wichtige Funktionen. Er schützt uns als Schutzwald vor Naturgefahren, wir ernten Holz aus unserem Nutzwald, er hat einen hohen Stellenwert als Erholungsraum und ausserdem ist er ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.
Nur indem der Wald gepflegt wird, können diese Funktionen aufrechterhalten werden.
Das Bundesgesetz über den Wald garantiert die nachhaltige Bewirtschaftung, bei der die Waldfläche erhalten wird. 5% der Waldfläche sind als Schutzgebiete ausgeschieden. In diesen Gebieten wird auf forstliche Eingriffe gänzlich verzichtet und dem Naturschutz Priorität gegeben.

Der Schweizer Wald erfüllt vielfältige Funktionen. Schutzwälder schützen zum Beispiel vor Lawinen, Stadtwälder sind Naherholungsgebiete. Für Bauern und für die Holzwirtschaft ist der Wald ein Rohstofflieferant. Damit der Wald seine Funktionen erfüllen kann, muss er gepflegt werden. Das Waldgesetz schreibt eine nachhaltige Waldpflege vor, bei der die Waldfläche erhalten bleibt.
Der Schweizer Wald wird gemäss Waldgesetz nachhaltig bewirtschaftet.

Bauholz und Energieholz ergänzen sich

Bei Waldnutzung und Holzernte fallen verschiedene Holzsortimente an. Die hochwertigen Bäume werden als Möbel- und Bauholz eingesetzt. Holz, das nicht für diesen Zweck einsetzbar ist, kann energetisch genutzt werden. Bei der Bearbeitung des Holzes in Sägereien und Hobelwerken fallen Holzreste in Form von Sägemehl und Hobelspänen an.  Diese sind ideales Ausgangsmaterial für die Pelletproduktion. Nicht mehr weiter verwertbares Altholz, das beispielsweise vorher im Bau verwendet wurde, kann zudem als Energieholz eingesetzt werden. Die Trocknungsanlagen der grössten Schweizer Pelletproduzenten werden auf diese Weise betrieben.

Schweizer Holz ist nachhaltiges Holz

Diese Kette von Holznutzungen, die perfekt zusammenpassen, hält nur, solange auch Schweizer Holz gekauft wird. Die Konkurrenz durch günstiges, ausländisches Holz ist stark. Doch auch wenn dieses das Zeichen FSC oder PEFC für nachhaltige Waldwirtschaft trägt, wurde es doch weiter transportiert als einheimisches Holz. Nachhaltiger im Sinne der Ökologie und der Ökonomie ist Holz aus der Schweiz. Deshalb hat die Branche das  «Herkunftszeichen Schweizer Holz» (HSH) eingeführt. Verlangen Sie Schweizer Holz mit diesem Herkunftszeichen!

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