Nicht nur Spielzeug ist normiert, auch Holzpellets müssen einer Norm genügen um in der Schweiz in Umlauf gebracht zu werden.

Was ist der Unterschied zwischen Norm und Zertifizierung?

Viele Dinge unseres täglichen Lebens sind genormt. So gibt es beispielsweise eine Norm, die beschreibt, dass die Kuscheltiere unserer Kinder feuerresistent sein sollen und die Knopfaugen auch heftigem Ziehen widerstehen müssen. 

Auch Pellets sind normiert. So darf sich beispielsweise nur ein Pellet nennen, was nicht kürzer als 3.15 mm und nicht länger als 4 cm ist. Das ist das Schöne am Brennstoff Pellets. Denn durch diese Normierung ist sichergestellt, dass die Verbrennung automatisch ablaufen kann und die Heizung dank des qualitativ gleichbleibenden Brennstoffs einwandfrei und sauber funktioniert.

Da Pellets international zum Einsatz kommen, gibt es eine Internationale Norm, die die Eigenschaften von Pellets beschreibt, die ISO 17225-2. Diese ISO Norm wurde von der internationalen Organisation für Normung (ISO) publiziert. Von Europa wurde diese Norm übernommen, das macht sie zu einer EN ISO Norm. Da auch die Schweiz diese Norm übernommen hat, ist sie bei uns als SN EN ISO 17225-2 bekannt.

Diese Norm ist eine technische Beschreibung, die regelt, aus welchen Rohstoffen Pellets produziert werden und welche Inhaltsstoffe in Pellets vorkommen dürfen. In der Schweiz wurde diese Norm in die Luftreinhalte-Verordnung LRV aufgenommen. Das heisst, es dürfen hierzulande lediglich Pellets in Umlauf gebracht werden, die dieser Norm entsprechen. Da es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, kann das Bundesamt für Umwelt dies auch mittels Stichproben kontrollieren.

Alle Pellets, die in der Schweiz zum Einsatz kommen, müssen also der SN EN ISO 17225-2 genügen. Perfekt! Somit sind also alle Pellets zertifiziert! … Nein, denn eine Norm hat nichts mit einer Zertifizierung zu tun.

Eine Zertifizierung untersteht einem Regelwerk, zum Beispiel einem Zertifzierungsprogramm. Dieses Regelwerk kann auch eine Norm beinhalten, geht aber im Fall von Pellets deutlich über die Vorgaben der Pellet-Norm hinaus. Weiter charakteristisch für eine Zertifizierung ist, dass eine externe und unabhängige Prüfstelle die Konformität des Produktes und der Qualitätskontrolle regelmässig überprüft. 

In der Schweiz ist die ENplus® Zertifizierung für Pellets am verbreitetsten. Da für den Erhalt der Pelletqualität nicht nur die Produktion der Pellets sondern auch der ganze Lieferprozess eine grosse Rolle spielt, muss sich für die ENplus® Zertifizierung nicht nur der Pelletproduzent sondern auch der Pellethändler zertifizieren lassen. Alle Mitarbeiter von zertifizierten Firmen müssen sich regelmässig schulen lassen und es gibt interne Qualitätsmanager, die die Qualität der Pellets überwachen.

Nur wenn sowohl Pelletproduzent als auch Pellethändler alle Qualitätsvorgaben der ENplus® Zertifizierung einhalten und dies auch von unabhängigen Auditoren und Zertifizierungsstellen bestätigt wird, können die Pellets als ENplus® Pellets an die Kunden verkauft werden.

Firmen, die ein ENplus® Zertifikat vorweisen können, verfügen über ihre eigene Firmenspezifische ID-Nummer. Diese muss auf jedem Lieferschein aufgedruckt werden und auf Pelletsäcken darf das kreisrunde ENplus® Logo nie ohne die Firmen-Nummer abgedruckt sein. Mehr dazu finden Sie auf unserer Webseite.

In der Schweiz zertifizierte Firmen finden Sie auf der ENplus® Webseite: Produzenten, Händler.

Zusammengefasst muss der Schweizer Pelletkonsument also wissen:
Alle in der Schweiz produzierten Pellets entsprechen den Anforderungen gemäss der international gültigen Pelletnorm, wie sie in der Luftreinhalte-Verordnung beschrieben wird.
Wer sich Pellets wünscht, die zusätzlich gemäss regelmässig kontrollierten Qualitätsvorgaben produziert, gelagert und geliefert werden, kann ENplus® Pellets kaufen.

Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite. Wenn Sie auf der Webseite bleiben, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Details erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Akzeptieren